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Diözesankirchensteuerrat beschließt Budget 2016

Diözesankirchensteuerrat beschließt Budget 2016
Diözesankirchensteuerrat beschließt Budget 2016

LIMBURG.- Der Diözesankirchensteuerrat hat das Budget 2016 des Bistums Limburg beraten und beschlossen: Der verabschiedete Etat hat ein Volumen von 248,8 Millionen Euro. Das sind 25,6 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Insgesamt 202,2 Millionen Euro (81,3 Prozent) des beschlossenen Budgets werden aus der Kirchensteuer finanziert. Insgesamt 107,8 Millionen Euro (53,3 Prozent) kommen den Kirchengemeinden Zugute. 

Investitionen in die Zukunftssicherung

Das Bistum wird auch im Jahr 2016 wieder inhaltliche Schwerpunkte setzen. Die Mittel für eine "Willkommenskultur für Flüchtlinge" werden um eine Million Euro auf insgesamt 3,3 Millionen Euro aufgestockt. Für die Gestaltung des Prozesses der Kirchenentwicklung, der mit einer Pastoralwerkstatt im Juni 2016 beginnen soll, sind eine Million Euro eingeplant. Investiert wird auch in die Zukunftssicherung der Stiftungen: Der Caritasstiftung wird 500.000 Euro, der Schulstiftung fünf Millionen und der Baustiftung 14 Millionen Euro zugewendet. "Wir setzen damit den bewährten Weg der finanziellen Zukunftsvorsorge konsequent fort. Das Bistum Limburg kann dankbar für eine aktuelle wirtschaftliche Lage sein, die auch proaktive und vorausschauende Investitionen für künftig wirtschaftlich schwierigere Zeiten zulässt", so Gordon Sobbeck.

Das Kirchensteueraufkommen wird im Budget 2016 zudem vor allem für folgende Bereiche verwendet: Die Bereiche Schule und Bildung werden mit insgesamt 16,6 Millionen Euro (8,2 Prozent), soziale Aufgaben mit insgesamt 16,4 Millionen Euro (8,1 Prozent), Kinder, Jugend und Familie mit insgesamt 9,6 Millionen Euro (4,7 Prozent) sowie die überpfarrliche Seelsorge mit 7,6 Millionen Euro (3,7 Prozent) gefördert. Der Bereich Immobilien, Infrastruktur, Leitung, zentrale Aufgaben, Verwaltung und synodale Arbeit, ist mit insgesamt 23,5 Millionen Euro (11,6 Prozent) budgetiert.

Durch ein bistumsweites Projekt konnten Energiekosten in Millionenhöhe eingespart werden, die nun vollständig für die Aufgaben der Kirchengemeinden verwendet werden. "Wir starten nun mit der bistumsweiten Immobilienbestandserfassung. Die Analyse soll den Kirchengemeinden eine wichtige Grundlage für langfristige Entscheidungen zum Immobilienbestand werden. Ein wichtiges Ziel ist es, dauerhaft für das kirchliche Leben vor Ort notwendige Immobilien optimal zu bewirtschaften", sagt Gordon Sobbeck, Finanzdezernent im Bistum Limburg.

"Wir können nun erste Früchte aus der konsequenten Risikovorsorge der vergangenen Jahre ernten. Das ist ein wichtiges Signal für künftig wirtschaftlich schwierigere Zeiten und ein Wegweiser für den Umgang mit Mitteln, die wir in den kommenden Jahren noch zur Verfügung haben", sagt Dr. Herbert Braun, der Vorsitzende des Diözesankirchensteuerrats.

Transparenz in Finanz- und Vermögensangelegenheiten

In seiner Haushaltsrede blickte der Finanzdezernent auf die erreichten Ziele auf dem Weg zur größtmöglichen Transparenz in Finanz- und Vermögensangelegenheiten. "Die Veröffentlichung der Jahresabschlüsse 2012 und 2013 des Bischöflichen Stuhls im April 2015 war aus der Perspektive der Körperschaft sehr wichtig, da über alle bilanziellen Bewertungsfragen rund um das Bischofshaus in der Öffentlichkeit transparent berichtet wurde", sagte Sobbeck. Die vergangenen beiden Jahre seien durch umfassende Themen der Aufarbeitung in rechtlichen, organisatorischen und auch finanziellen Dimensionen geprägt gewesen.

Im Jahr 2016 soll die diözesane Vermögensverwaltung neu geordnet werden. Eine Arbeitsgruppe hat im Auftrag des Apostolischen Administrators in mehr als einem Jahr Vorschläge für die Neuordnung erarbeitet. Diese Vorschläge werden zurzeit kurial und synodal beraten. "Die Neuordnung soll alle Fragen des Haushaltplanes und des Jahresabschlusses in der Kompetenz des Diözesankirchensteuerrat bündeln", erklärt Sobbeck. Zudem soll ein Diözesanvermögensverwaltungsrat mit ausschließlich externen Mitgliedern eingesetzt werden. Dadurch soll eine konsequente personelle Entflechtung entstehen, die eine unabhängige Beratung und transparente Entscheidungen in der Vermögensverwaltung fördert. Die Neuordnung soll in den ersten Monaten 2016 in Kraft gesetzt werden.

Der Diözesankirchensteuerrat ist ein synodales Gremium im Bistum Limburg. Ihm gehören 18 Mitglieder an, von denen 13 Frauen und Männer ihr Mandat im Ehrenamt ausüben.

Haushalt 2016 zum Download

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